| Biographie:


PRESSEINFORMATION

Textfeld:
Der Weg zum Himmel führt an der Teekanne vorbei * 
Offenes Atelier bei 
Petra Gabriel 

 

 

Wien, Oktober. 2004. Betritt man das kleine Kellerstudio der Petra Gabriel in der Millergasse und findet sich inmitten von Irdenem und Staub wieder, dann hört man mit den Augen, hier macht der Ton die Musik. Eine Reihe blauer Teeschalen bringen einem den Himmel schon mal farblich in den Keller, bekommt man sie warm und mit Tee befüllt in die Hände findet sich auch dort ein Stück dessen wieder, was wir uns vom Himmel erhoffen und von der Erde bekommen. Lässt man seinen Blick über die Regale schweifen, wird es deutlich: dass es kein einziges Stück zweimal gibt. Doch sind dem Originalitätszwang die Formen ihrer Gefäße souverän entkommen, und kleine Störungen und Unvermutetes vermitteln jedem eine eigene Spannung. Petra Gabriel ist nicht beeinflusst von Gefälligkeit oder Scheu zu polarisieren, und genauso wie sie es wagt zeitgenössisch und zeitlos zu arbeiten, liebt sie kleine und große Risse.

Die Keramikerin betreibt seit 1982 ihr Studio in der Millergasse in Wien, und hat neben zahlreichen Ausstellungen, u. a. in der Kanzlei DDr. E. Steiner und Dr. D. Witt-Döring auch Auftragsarbeiten der Arch. Franziska Ullmann, wie zum Beispiel die Keramische Gestaltung des Geburtshaus Nussdorf / Wasserraum, übernommen. Petra Gabriel hat nach einer klassischen Keramiklehre ihr Studium des Faches innerhalb eines 4 jährigen Aufenthaltes in Berlin vertieft. Bei dem Keramiker und Diplomdesigner Bernd Röter fand die Entwicklung von der Industriekeramik von konstruierten Formen zum intuitiven und freiem Schaffen statt. Seither lässt sie sich von Aufenthalten in Bali und Kreta inspirieren und hat einen regen Austausch, bis zur gemeinsamen Arbeit in ihrem Studio mit anderen Künstlern.

In Gabriels Arbeiten spielen traditionelle afrikanische Motive, aber auch europäische und japanische Elemente eine Rolle. Und vor allem spielen. Selten ist der Zugang zu den eigenen Werken ungekünstelter und spielerischer. Ernst wird sie erst bei der Be- oder Deutung: „Mein Umgang mit Ton ist nicht konstruiert, sondern ich betrachte den Ton als sich selbst formend, mitteilsam; Konsequenz dieses Zuganges sind lachende Schalen, zentrierende Schalen. Jede Jahreszeit und jede Tageszeit erfordert eine eigene Schale, oder jede Schale erzeugt eine andere Tages- oder Jahreszeitenstimmung.“
Obwohl man keinen der Gegenstände als alltäglich, bezeichnen kann verfolgt doch jeder für sich den von japanischen Keramikern beeinflussten Weg: Freude in den Alltag zu bringen.

Formvollendet kann man dazu nur noch sagen, dass es das Prinzip des Offenen Atelier  hier mit Terminvereinbarung immer gibt:
Petra Gabriel, Keramikstudio, Millergasse 24, 1060 Wien;
Tel.: 01/ 596 56 61 oder per 
e-mail: petra.gabriel@chello.at

The road to heaven is past the tea Pot *engl. Sprichwort

Pressetext: Beate Minkowitsch

  

 

 

<< zurück